Johannisnachtsänger Niederbrombach

 

Vom Brauchtum bis heute....

In der unveröffentlichten Chronik der Pfarrei Niederbrombach von Pfarrer Theodor Wolf † ist zu lesen:

Die eigentliche Johannisfeier hat aufgehört, wohl auch deshalb, weil diese Zeit ganz besonders Ansprüche an die Arbeitskraft und die Zeit der Landbevölkerung macht und wohl auch deshalb, weil es jetzt an passendem Raum dazu fehlt.

Früher waren die meisten Berge öde und kahl, da konnten die Feuer um Johanni wenig Schaden anrichten, selbst das Räderschieben (Laufen lassen mit Stroh umwickelter brennender alter Wagenräder) vollzog sich ohne große Nachteile.

Heutzutage aber, wo jeder Berghang aufgeforstet oder in Flur verwandelt ist, dürfte es nicht ohne Gefahr für Wald und Feld abgehen. Diese Art der Johannisfeier ist längst verschwunden.

Weiter erinnert sich Theodor Wolf (1900), dass für die Jugend von Niederbrombach der Johannistag schon damals seine Bedeutung hatte.

Da galt es vor Sonnenaufgang alle öffentlichen und wohl auch sonstigen Brunnen zu reinigen und zu schmücken. Das Reinigen der Quellen in Feld und Wald besorgten am selben Tage die Hirten.

Bei den vorzugsweise vorhandenen Schöpfbrunnen entfernten die Burschen mit Eimern oder sonstigen Geräten das Wasser, und die jungen Mädchen kehrten und spülten auch den kleinsten Rest von Schlamm, der sich im Laufe des Jahres abgesetzt hatte, hinweg.

Nach getaner Arbeit zogen dann die Burschen und Mädchen im Festgewand von Haus zu Haus um eine Steuer, besonders an Eiern und Speck, zu erheben.

Ein schöner Strauß, an der Mütze der Burschen sowie am Busen der Mädchen, durfte nicht fehlen.

Wenn auch das Einsammeln der Eier am Johannistag selbst geschah, so wurden sie doch dann erst am Sonntag darauf bei Tanz und fröhlicher Lust gemeinsam verzehrt.

In Niederbrombach hat sich in der heutigen Zeit ein anderer Brauch erhalten, der in dieser Form kaum oder nur selten anzutreffen sein dürfte. 

Am Abend des 23. Juni eines jeden Jahres trifft sich die männliche Jugend gegen 22 Uhr, um dann in dieser Nacht singend von Haus zu Haus zu ziehen, wofür ihnen in der Regel eine Gabe an Eiern, Getränken, auch Geld gereicht wird.

Die eingesammelten Gaben werden dann an einem der nächsten Wochenenden, auf dem so genannten Eierball, gemeinsam verzehrt.

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